Interdisziplinäre Frühförderstelle

 

Ist Ihr Kind altersgerecht entwickelt? oder Hat Ihr Kind Probleme? Diese Probleme können im körperlichen, geistigen, seelischen, sozialen oder sprachlichen Bereich liegen

Wir beraten Sie gern!
Frühförderung – wozu?

Fähigkeiten, die das Kind in den ersten Lebensjahren lernen sollte und nicht lernt, können später nur mit größter Mühe nachgeholt werden. Deshalb sollten wir jedem Kind die Chance geben, sich bestmöglich zu entwickeln, d.h. ihm auch schon bei geringen Auffälligkeiten durch entsprechende Maßnahmen helfen und diese beseitigen.

 

Frühförderung – für wen?

Die Frühförderung dient solchen Kindern, die in ihrer Entwicklung verzögert oder in irgend­einer Weise auffällig sind. Die Frühförderung beginnt mit der Geburt oder bei Bemerken einer Auffälligkeit und endet spätestens mit dem Schuleintritt. Sie sollte möglichst nahtlos in weitere Einrichtungen, wie Kindergarten oder Schule übergehen.

Frühförderung – von wem?

Ein Team von Fachleuten berät und informiert Sie über den Entwicklungsstand Ihres Kindes und bietet eine ganzheitliche Förderung an, wie ambulante und mobile heilpädagogische Förderung, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, sozialpädagogische Betreuung und psychologische Beratung nach Bedarf

Ziel der Frühförderung

Ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterstützung der Gesamtentwicklung des Kindes, die fami­liennahe Förderung des Kindes in seinem natürlichen Umfeld, sowie die Begleitung der Eltern in einer schwierigen Lebenssituation.

Die Heilpädagogik in der Frühförderung

Die heilpädagogisch ausgerichtete Frühförderung hat den Auftrag, Hilfen anzubieten, wenn die Entwicklung eines Kindes gefährdet erscheint oder wenn sie sich unter erschwerenden Bedingungen vollzieht. Eines ihrer wichtigsten Anliegen ist das Finden und Mitttragen eines Förderkonzeptes, das sich an den individuellen Bedürfnissen eines Kindes und an dessen ei­genem Handeln orientiert und das mit den Eltern und in der Familie des Kindes verantwortet wird.

Das methodische Vorgehen bei jeglicher Form der Förderung muß stets ein situatives und familiennahes Handeln sein, im diagnostischen, erzieherischen, beratenden, im anleitenden und helfenden Bereich muß es ganzheitlich gestaltet sein.

Ziel unserer Arbeit ist es den Kindern zur größtmöglichen Entfaltung seiner persönlichen Fähigkeiten und zur Selbständigkeit zu verhelfen.

Wir arbeiten nach dem Grundsatz der „Montessori – Pädagogik“

 „Hilf mir, es selbst zu tun“

 Welchen Weg muss ich gehen um eine Förderung für mein Kind zu bekommen?

Die Eltern kommen in unsere Frühförderstelle, wenn ein Arzt oder eine andere Institution eine Auffälligkeit beim Kind festgestellt hat. In diesem Fall begutachtet der Heilpädagoge das Kind und erstellt aus seiner Sicht eine Entwicklungseinschätzung. Mit dieser Ein­schätzung wird bei der Kommune der Stadt Gera ein Antrag auf Frühförderung gestellt. Nach einem amtsärztlichen Gutachten und Bewilligung der Kommune für die Frühförderung kann mit der Förderung des Kindes begonnen werden.

Wir bieten Ihnen drei Möglichkeiten wo wir Ihr Kind fördern.

  • Wir arbeiten mit Ihrem Kind in den Räumen unserer Einrichtung.

  • Wir arbeiten mit Ihrem Kind in der Kindertagesstätte ihres Kindes.

  • Wir arbeiten mit Ihren Kind in seiner gewohnten Umgebung bei Ihnen zu Haus.

Sie entscheiden sich für eine der drei Varianten.

 

Physiotherapie in der Frühförderung                     

Unsere Arbeit mit den Kindern findet auf neurophysiologischer Basis statt und verfolgt das Ziel, die Kinder in ihrer motorischen, sensorischen und psychologischen und psychomotori­schen Entwicklung zu unterstützen und zu stabilisieren.

Wir arbeiten und behandeln nach dem BOBATH - KONZEPT

Die Therapie soll dem Kind Freude bereiten. Ziel ist es dem Kind zu helfen Bewegungserfahrungen zu sammeln um sensomotorisches Lernen zu ermöglichen. Das bedeutet, mit viel Ein­fühlungsvermögen, Individualität und Variabilität die Therapie in eine für das Kind nachvoll­ziehbare „spielerische“ Rahmenhandlung einzubauen um es immer wieder zu motivieren es selbst zu tun.

Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten im Alltag sollen erleichtert werden um dem Kind so viel wie möglich Autonomie zu geben. Dabei ist es wesentlich, die Eigenaktivitäten des Kindes aufzugreifen, zu vertiefen und wenn möglich zu modifizieren („Selbstorganisation“)

In der Therapie wird insbesondere die Entwicklung einer Tonusregulation von Haltungs- und Bewegungsmustern unterstützt. Im individuellen Fall muß großer Wert auf Prophylaxe und Behandlung von Kontrakturen und Gelenkfehlstellungen gelegt werden.

 
Ergotherapie in der Frühförderung

 

Ergotherapie in der Pädiatrie wendet sich an Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt. wenn ihre Entwicklung verzögert ist, sie in ihrer Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit ein­geschränkt oder von Behinderung bedroht oder betroffen sind. Die Ursachen hierfür sind z. B. angeborene oder früherworbene Störungen des Bewegungsablaufes infolge von Hirnschädi­gungen oder Entwicklungsstörungen, Sinnesbehinderungen, Störungen der Wahrnehmungs­verarbeitung, Störungen in der Sozialentwicklung, Kommunikationsfähigkeit sowie psychi­sche Erkrankungen und geistige Behinderungen. Grundlage der Behandlung ist eine ganzheit­liche Sichtweise des Kindes. Nach differenzierter Befunderhebung können Verrichtungen des täglichen Lebens, Bewegung , Spiel aber auch handwerkliche Tätigkeiten Inhalt der Behand­lung sein.

 

Ziele unserer Behandlung sind beispielsweise:

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation und der Koordination

  • Entwicklung und Verbesserung der Grob und Feinmotorik

  • Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas

  • Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie Ausdauer und Konzentration

  • Entwicklung und Verbesserungen von sozioemotionalen Kompetenzen, u.a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung der Affekte, der Motivation oder der Kommunikation

  • Integration des Kindes in Familie und Umwelt

  • Kompensation bleibender Defizite, u.a. auch durch Hilfsmittel

 

Die Logopädie in der Frühförderung

Die logopädischen Aufgaben bestehen in der Unterstützung und Förderung von Kommunikationsbereitschaft und die Kompetenz des Kindes, sowie seiner Ausdrucksmöglichkeiten. Da­bei ist es wesentlich, das Interesse des Kindes zu wecken, es zu vielfältigen Kommunikation zu ermutigen und dafür Sorge zu tragen, dass ihm hierzu in seiner Lebenswelt Gelegenheiten bereitstehen

 

Dies umfaßt:
 

  • Sprachtherapeutische Arbeit mit dem Kind, insbesondere auch sprachvorbereitende und sprachentwicklungsunterstützende Maßnahmen

  • Funktionelle Hilfen für Atmung, Essen und Trinken, sowie für Sprechatmung und Artikulation

  • Planung und Vermittlung lautsprachersetzender und begleitender Kommunikationshilfen

  • Erkennung und Beeinflussung von Kommunikationsbarrieren in der Lebenswelt des Kindes

 Die Sozialarbeit in der Frühförderung

Die Elternarbeit ist in unserer Einrichtung ist ein wesentlicher Bestandteil. Wir bieten den Eltern eine umfassende Beratung in folgenden Lebenslagen: 

Bei der Verarbeitung psycho-sozialer Belastung

Bei schwierigen familiären Situation

In Krisensituationen

Bei pädagogischen Problemen mit dem Kind

Bei Klärung von sozialrechtlichen Ansprüchen in wirtschaftlichen Notsituationen

Bei Vermittlung von praktischen Hilfen, Informationen und Weitervermittlung weiterführender Einrichtungen

 

Interdisziplinäre Teamarbeit

In der praktischen Arbeit wird von unterschiedlichen pädagogischen und therapeutischen An­sätzen ausgegangen. Trotzdem wird die Ganzheitlichkeit der Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes nie vergessen. Der Blick der Therapeuten, und Heilpädagogen richtet sich dabei nicht nur auf das Erfassen von spezifischen Einschränkungen sondern auf die daraus resultierenden Tatsachen, dass Fertig- und Fähigkeiten nur eingeschränkt im Alltag umgesetzt werden können.

Diese so genannten Handlungsdysfunktionen führen zu einem tiefen Einschnitt in die bisherigen Erfahrungen des Menschen, dessen Tätigsein Teil seiner Identitätsentwicklung und Bildung ist und war.

Das Team der Ambulanten und mobilen Frühförderung unterstützt die Eltern bei auftretenden Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit dem betroffenen Kind.

Das gesamte Team gestaltet die Umgebung der Kinder so, das die Angebote mit den Bedürf­nissen und Möglichkeiten des Kindes korrespondieren.

Die Mitarbeiter der Einrichtung achten und respektieren jedes Kind in seiner Einzigartigkeit und begleiten, unterstützen und fördern es liebevoll auf seinem Weg.

Für Eltern, Betreuern und Bezugspersonen stehen wir gerne als Ansprechpartner zu Verfügung.

 

Interdisziplinäre Frühförderstelle
Pskower Strasse 10
07546 Gera
Telefon: 0365/420 58 40
Fax: 0365 / 55 17 222
amff@behinderten-reha.de
Ihr Ansprechpartner: Frau Huck